Silvia Mittermüller hofft, Anfang 2017 wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können © Miha Matavz

Silvia Mittermüller verpasst Weltcup-Auftakt

Silvia Mittermüller, Snowboard Germany's herausragende Slopestyle-Fahrerin der letzten Jahre, wird die ersten Events der kommenden Weltcup-Saison nach einer schweren Knieverletzung verpassen.

Im Oktober war die Siegerin des Slopestyle Weltcupfinales 2016 im Trainingscamp von Saas-Fee, Schweiz, bei einem Sprung über einen Kicker zu weit geflogen und hatte sich bei der Landung das Meniskushorn des lateralen rechten Meniskus ausgerissen.

Zwar wurde die Olympiahoffnung für PyeongChang 2018 bereits wenige Tage nach dem folgenschweren Unfall erfolgreich operiert; die ersten Wettkämpfe des kommenden Winters ist die 33-jährige Münchnerin dennoch zum Zuschauen verdammt.

„Ich bin einerseits froh, dass es das Kreuzband nicht schwerer erwischt hat. Das war ebenfalls eingerissen, doch das Problem konnte bereinigt werden. Die Meniskusnaht bedeutet aber sechs Wochen Krücken; und damit sechs Wochen, in denen man wieder zuschauen kann, wie der Muskel schwindet“, so die Freestylerin.

Sportdirektor Stefan Knirsch ist ebenfalls gleichermaßen niedergeschlagen wie optimistisch: „Das ist extrem bitter, insbesondere da wir die Situation leider bereits aus der vorolympischen Saison vor Sotschi kennen. Silvia ist aber ein 'Stehaufmännchen', das hat sie mehrfach bewiesen.

Jetzt gilt es dennoch, nichts zu überstürzen, um dann wieder auf zwei stabilen Beinen die noch verbleibende Olympia-Quali bestreiten zu können.“

Hilfreich dürfte sein, dass Mittermüller bereits Erfahrung mit dieser Art von Verletzung hat: „2009 hatte ich schon einmal eine Meniskusnaht, damals eben links. Ich kenne also das Prozedere.“

Übersetzt bedeutet das für die Sportlerin, das Bein in den nächsten Wochen nicht zu belasten, auch wenn die erfahrene Athletin nicht untätig bleiben will:

„Ich trainiere viel im Liegen, trainiere den Oberkörper und die Core-Stabilität. Aber ich freue mich darauf, wenn endlich die Fäden draußen sind. Dann kann ich wieder schwimmen. Das wäre ein Riesenschritt nach vorne.“

Und ein weiterer Schritt Richtung Comeback: „Ich hoffe, dass ich im Januar wieder im Weltcup mit dabei sein kann.“

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