Was gestern bereits angekündigt wurde, ist heute Gewissheit geworden. Alexander Bergmann und Patrick Bussler haben mit dem Team PSL-Rennen auf dem Poppenberghang beim Heimweltcup in Winterberg einen Schlussstrich unter ihre jeweilige Karriere gezogen.

Bergmann und Bussler beenden Karriere

Was gestern bereits angekündigt wurde, ist heute Gewissheit geworden. Alexander Bergmann und Patrick Bussler haben mit dem Team PSL-Rennen auf dem Poppenberghang beim Heimweltcup in Winterberg einen Schlussstrich unter ihre jeweilige Karriere gezogen.

Mehr als elf Jahre nach seinem Weltcup-Debüt in St. Vigilio di Marebbe (ITA) hieß es damit für Bergmann nach 88 Weltcup-Starts Abschied nehmen.

„Man muss im Leben auch noch etwas anderes machen,“ sagte der 30-Jährige, der eine Ausbildung zum Maschinenbauer beginnen wird.

Der zweimalige Olympiateilnehmer wird dabei „eine geile Zeit“ in Erinnerung behalten. „Da waren neben dem Weltcup-Sieg in Bad Gastein (2014) ganz klar die Olympischen Spiele oder die Junioren-WM“, bei der der Berchtesgadener 2007 (Bad Gastein) den Titel einheimste.

Ähnlich sah es sein langjähriger Teamkollege Bussler, der bereits im Februar 2001 in Berchtesgaden auf der Weltcup-Tour debütiert hatte und in den mehr als 17 Jahren danach zu beachtlichen 142 Einzel-Weltcup-Starts gekommen ist.

Im Verlauf seiner beeindruckenden Karriere konnte der 33-Jährige aus Aschheim vier Mal aufs Podium fahren.

„Ich habe schon 2014 in Sotschi über mein Karriereende nachgedacht. Aber mit dem Erfolg dort war ich mir dann sicher, noch einmal vier Jahre dran zu hängen“, so Bussler, der bei den Olympischen Spielen in Russland als Vierter bzw. Sechster im PGS sowie PSL knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt war.

„Die letzten Jahre mit der Verletzung (Entzündung im Knie) waren sehr schwer. Da habe ich angefangen, mir über die Zukunft Gedanken zu machen. Da war klar, dass Pyeongchang mein letztes Großereignis ist,“ erklärte Bussler, der ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker beginnen wird. „Ich werde den Sport aber nie komplett aus den Augen verlieren.“

Kein Wunder, gibt es doch viele Dinge, auf die der WM-Dritte von 2009 (PSL) gerne zurückblickt:

„Das kann man gar nicht alles aufzählen. Aber es hat viel mit dem Zwischenmenschlichen in unserem Team zu tun. Es war mir in diesem Team eine große Ehre. Auch wenn ich selbst nie den größten Erfolg eingefahren habe, durfte ich doch unsere Mannschaft immer begleiten. Und ich bin mir auch sicher, dass ich einen kleinen Einfluss auf den Erfolg hatte. Darauf bin ich sehr stolz.“

Er selbst hebt natürlich Platz drei bei der Weltmeisterschaft in Südkorea von vor neun Jahren hervor: „Aber auch Platz vier in Sotschi war für mich eine riesige Leistung. Ich wünschte, ich hätte in meiner Karriere mal einen Weltcup gewonnen. Aber da stand ich mir leider immer selbst ein wenig im Weg.“

 
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